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2022 Neuseeland

Reisebericht

Was liegt näher als den Besuch Australiens auch mit einer Stippvisite ins Nachbarland Neuseeland zu verbinden. Die Entfernung dorthin ist ja nicht mehr so groß. Also haben wir auch eine Woche zum Besuch der neuseeländischen Nordinsel mit eingeplant.

Unser Flug startete in Sydney mit Ziel Auckland. Leider verzögerte sich der Flug durch Überbuchung und fehlendem Visum für Neuseeland. So mussten wir eine andere Maschine am späten Nachmittag nehmen. Das Visum konnten wir ohne Probleme am Flughafen online beantragen. Viel später als geplant kamen wir dann kurz vor Mitternacht in unserem Hotel an.


Probleme beim Verlassen des Parkhauses nebenan, nachdem ich unser Fahrzeug dort abgestellt hatte, dazu auch noch keine alkoholischen Getränke an der Rezeption um auf den Geburtstag meiner Frau Jutta anzustossen. Das ging ja schon gut los!

Das Frühstück im Hotel am anderen Morgen war eine Katastrophe. Wenig Auswahl, alles sehr unappetitlich. Also haben wir uns auf den Weg gemacht. In der Shoppingmall Commercial Bay in der Queen Street haben wir dann etwas gegessen und einen Cocktail getrunken. Dann ging auch noch ein Feueralarm los, alle Kunden wurden gebeten das Zentrum zu verlassen. Der Tag wurde dann doch noch durch ein sensationell gutes Abendessen auf dem Sky Tower im Restaurant Orbit 360° Dining gerettet. Das Restaurant dreht sich stündlich einmal um die eigene Achse und bietet einen tollen Blick über die Stadt.

Am nächsten Morgen haben wir erst in einem kleinen Cafe direkt gegenüber dem Hotel gefrühstückt bevor wir mit dem Big Bus eine Sightseeing Tour durch Auckland gemacht haben. Am Auckland War Memorial Museum sind wir ausgestiegen. Das Museum steht auf einem Hügel inmitten eines gepflegten Parks. Die Ausstellung selbst und eine kleine Maori-Show war sehenswert und hat uns einen Einblick in die Geschichte des Landes und deren Ureinwohner gegeben. Zum Abendessen haben wir uns dann ein Lokal in unmittelbarer Nähe zum Sky Tower ausgesucht.

Nächste Station Rotorua am gleichnamigen See. Unsere Fahrt durch die beeindruckende Landschaft der Nordinsel verlief ohne Probleme. In Rotorua haben wir wieder ein sehr schönes B&B mit netten Gastgebern vorgefunden. Für den Nachmittag hatten wir eine Tour mit einem Amphibienfahrzeug zu den nahegelegenen Seen Lake Tikitapu, Lake Okareka und Lake Tarawera gebucht. Leider regnete es ununterbrochen, sodass wir nur wenig von der schönen Landschaft zu Gesicht bekamen. Der Tag endete beim Italiener in der Eat Street, einer kleinen Passage mit zahlreichen Restaurants.

Zu der neuseeländischen Nordinsel muss man wissen, dass an vielen Stellen geothermische Aktivitäten stattfinden. Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel Taupo besuchten wir einen dieser Orte, die Waiotapu Mud Pools, ein Tümpel aus Schlamm, in dem es kräftig blubbert und der dabei Schlammblasen wirft. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Huka Falls war unser nächstes Ziel. Der Wasserfall besteht aus zwei Kaskaden und einer dazwischen liegenden Stromschnelle. Ein beindruckendes Naturschauspiel. Jede Sekunde fließen 220.000 Liter türkisfarbenes Wasser über die Stromschnelle. Unsere Unterkunft in Taupo liegt direkt an der Uferpromenade mit wunderschönem Blick auf den gleichnamigen See. Lake Taupo ist der Kratersee eines kollabierten Vulkans und der grösste See des Landes. Sehenswert und ein unbedingtes Muss hier ist der Besuch der Mine Bay Maori Rock Carvings, die man aber nur mit einem Boot vom Wasser aus erreichen kann. In einer Felsnische, 14 m hoch - ein tätowiertes Gesicht neben kleineren Figuren - wirklich sehr beeindruckend. Vor Allem wenn man weiß, dass diese Felsschnitzereien erst in den späten 1970er Jahren entstanden sind.

Aber noch einmal zurück nach Rotorua. Wir hatten erfahren, dass ein Besuch des Redwoods Treewalk, einem Erlebnisweg in 20m Höhe, 700 m lang und mit 28 Hängebrücken auf über 120 Jahre alten Mammutbäumen auf jeden Fall lohnenswert ist. Neben der Tagestour wird auch eine Nachttour angeboten, wir haben beide Touren gemacht. Besonders schön, wenn bei Dunkelheit tausende Lichtpunkte und grosse Laternen den Baumpfad in unterschiedlichen Farben erleuchten.

Am nächsten Tag, zurück in Taupo haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. Ein wenig Wellness in den Wairakei Terraces & Thermal Health Spa war da genau richtig. Eine schöne Anlage, Pools mit unterschiedlichen Temperaturen (32 - 42 Grad), sehr mineralhaltig. Die Thermalterrassen sind auch einen Besuch wert.

Auf dem Weg zu unserer letzten Station Wellington haben wir unterwegs ein sehr nettes Lokal für unser Frühstück gefunden. Die Landschaft ist wirklich atemberaubend, so wie man es aus vielen TV-Reiseberichten kennt. Im Hotel angekommen hatten wir noch etwas Zeit zum Ausruhen. Es ist Heiligabend - unser Christmas Dinner war im Whitbys Restaurant, im 17. Stock des Hotels gebucht. Das Dinner als Buffet war sehr gut, das Ambiente mit Livemusik am Piano angemessen.

Für uns eine total ungewöhnliche Situation - das erste Mal über Weihnachten nicht zu Hause - und dann noch in sommerlichen Gefilden. Am 1. Weihnachtstag haben wir die Stadt erkundet. Zunächst zum Mount Viktoria Lookout mit Panoramablick auf die Stadt, dann noch zum Wellington Harbour Lookout. Anschließend noch zu Fuß Richtung Hafen. Die Stadt wirkt an diesem Tag wie ausgestorben. Alle Geschäfte geschlossen, Niemand auf der Strasse. Also zurück zum Hotel. Das war unser letzter Tag in Neuseeland. Schade - wir hätten gerne auch noch die Südinsel erkundet. Am anderen Tag ging es mit dem Flieger zurück über Auckland nach Sydney.


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